Es war einmal ein Womanizer,
der wurd’ von heut’ auf morgen heiser.
Nun sitzt er nur noch vorm Computer
und sucht in Chat ein neues Luder.
Er hämmert in die Tastatur,
wie ein Specht mit Punkfrisur.
Er lockt und plaudert um die Uhr
doch vieles streicht dann die Zensur.
Zahlreich sind seine Identitäten
für jeden Fall ist vorgesorgt.
Er liebt seine Onlineaktivitäten,
er setzt gekonnt Prioritäten.
Manchmal geht ihm wer ins Netz,
zappelt im virtuellen Gitternetz.
Doch meistens kommt dann seine Frau
und schlägt ihn tüchtig grün und blau.
Dienstag, 1. März 2011
REVOLTE
In wabernden Tränengasblüten
Wehe, wenn Schlagstöcke schlagen
Dann hat die Gewalt das Sagen
Wehe, wenn Regime erzittern
Das Volk nach Reformen schreit
Wehe, wenn Strukturen verwittern
Da das Volk sich vom Joch befreit
Die Straße wird zur Bühne
Stahlkolosse fahren auf
An der Spitze schreitet ein Hüne
Sie schreien von Schuld und Sühne
Wer steht auf welcher Seite
Orientierung ist nun gefragt
Diplomaten suchen das Weite
Und wechseln zügig die Seite
Der Kampf beginnt zu wogen
Viel Bilder gehen um die Welt
Wer hat nun wen betrogen?
Ist der Aufruhr bestellt?
Wehe, wenn Schlagstöcke schlagen
Dann hat die Gewalt das Sagen
Wehe, wenn Regime erzittern
Das Volk nach Reformen schreit
Wehe, wenn Strukturen verwittern
Da das Volk sich vom Joch befreit
Die Straße wird zur Bühne
Stahlkolosse fahren auf
An der Spitze schreitet ein Hüne
Sie schreien von Schuld und Sühne
Wer steht auf welcher Seite
Orientierung ist nun gefragt
Diplomaten suchen das Weite
Und wechseln zügig die Seite
Der Kampf beginnt zu wogen
Viel Bilder gehen um die Welt
Wer hat nun wen betrogen?
Ist der Aufruhr bestellt?
Morgenwind
Die eigene Vergänglichkeit
Lächelt mich an
Am Morgen im Spiegel
Im Sommergarten meiner Falten
Wie zerschelltes Glas
Auf ungelöschtem Kalk
Wandverstecke werden preisgegeben
Verheißen neue Hoffnung
Dennoch hänge ich nicht am Leben
Ich bin ein Teil der Ewigkeit
Im Garten meiner Mutter
Wo helles Licht mich blendet
Im schwarzen Samt trete ich ein
Mein Bewusstsein ist rein
Lächelt mich an
Am Morgen im Spiegel
Im Sommergarten meiner Falten
Wie zerschelltes Glas
Auf ungelöschtem Kalk
Wandverstecke werden preisgegeben
Verheißen neue Hoffnung
Dennoch hänge ich nicht am Leben
Ich bin ein Teil der Ewigkeit
Im Garten meiner Mutter
Wo helles Licht mich blendet
Im schwarzen Samt trete ich ein
Mein Bewusstsein ist rein
Blasphemie
Entsagung pur, welch Engelsgüte
Heimlich guckt Herr Pfarrer Porno
Die Bilder liegen im Adorno
Ein Gelübde hat er abgelegt
Welches ihn nun sehr bewegt
Der Teufel steckt in der Natur
Gar übermächtig die Statur
So betet nun der Gottesmann
Den angesagten Götzen an
Tut dies mit großem Enthusiasmus
Schwelgt im geistigen Orgasmus
Die Folge ist ein Myospasmus
Am Anfang war das nur ein Lapsus
Doch leider wird es immer schlimmer
Nun sitzt er oft im Jugendzimmer
Heimlich guckt Herr Pfarrer Porno
Die Bilder liegen im Adorno
Ein Gelübde hat er abgelegt
Welches ihn nun sehr bewegt
Der Teufel steckt in der Natur
Gar übermächtig die Statur
So betet nun der Gottesmann
Den angesagten Götzen an
Tut dies mit großem Enthusiasmus
Schwelgt im geistigen Orgasmus
Die Folge ist ein Myospasmus
Am Anfang war das nur ein Lapsus
Doch leider wird es immer schlimmer
Nun sitzt er oft im Jugendzimmer
Zelluläres Gedächtnis
Es war mal eine Zelle
Die war nicht ganz helle
Sie teilte und sie teilte sich
Am Ende stand der Mensch.
Warum ist das passiert
Hat da wer was ausprobiert?
Determinismus oder Nihilismus;
Kausale Vorbestimmtheit
Oder die kleinstmöglichste
Veränderung eines Zustandes –
Respektive Quantensprung.
Wenn ich rüber geh ins Jenseits
Wem rück ich dann auf die Pelle?
Komm ich dann an gleich einer Welle?
Seh ich dann endlich die göttliche Quelle?
Oder bin ich schon wieder in einer neuen Zelle?
Bitte nicht!
Die war nicht ganz helle
Sie teilte und sie teilte sich
Am Ende stand der Mensch.
Warum ist das passiert
Hat da wer was ausprobiert?
Determinismus oder Nihilismus;
Kausale Vorbestimmtheit
Oder die kleinstmöglichste
Veränderung eines Zustandes –
Respektive Quantensprung.
Wenn ich rüber geh ins Jenseits
Wem rück ich dann auf die Pelle?
Komm ich dann an gleich einer Welle?
Seh ich dann endlich die göttliche Quelle?
Oder bin ich schon wieder in einer neuen Zelle?
Bitte nicht!
Dr. STRG + C
Es war einmal ein Guttenberg,
Eine wahre Lichtgestalt,
Ein Doktor wollt er auch noch sein,
Da schob er geklaute Zitate ein.
Ein mächtiger Mann er nun mal ist,
Der gern von fremden Früchten isst,
Die Latte er selbst hoch gelegt,
Die Wahrheit ihn nun weggefegt.
Der Wissenschaft er sehr geschadet,
Wo bleibt die Würde der Akademie?
Hat Häberle mit ihm gebadet?
Erfahren werden wir das nie.
Ein Rücktritt kommt gar nicht in Frage,
Die Forderungen eine Plage.
Doch schreien kann sie viel die Brut,
Es schützt ihn nun sein blaues Blut.
Auch Frau Teflon lässt sich nicht beirren,
Denn von Dr. Kohl sie viel gelernt.
Am Ende wird sie selber gehen,
Lügen können nicht bestehen.
Fazit:
Das vielgelobte «Summa cum laude»
Hat nun den Wert einer Blumenstaude!
Eine wahre Lichtgestalt,
Ein Doktor wollt er auch noch sein,
Da schob er geklaute Zitate ein.
Ein mächtiger Mann er nun mal ist,
Der gern von fremden Früchten isst,
Die Latte er selbst hoch gelegt,
Die Wahrheit ihn nun weggefegt.
Der Wissenschaft er sehr geschadet,
Wo bleibt die Würde der Akademie?
Hat Häberle mit ihm gebadet?
Erfahren werden wir das nie.
Ein Rücktritt kommt gar nicht in Frage,
Die Forderungen eine Plage.
Doch schreien kann sie viel die Brut,
Es schützt ihn nun sein blaues Blut.
Auch Frau Teflon lässt sich nicht beirren,
Denn von Dr. Kohl sie viel gelernt.
Am Ende wird sie selber gehen,
Lügen können nicht bestehen.
Fazit:
Das vielgelobte «Summa cum laude»
Hat nun den Wert einer Blumenstaude!
Die Infantin
Die Infantin liegt in Fesseln
Durchzaust ihrer Mähne Gelock
Ihre Leiden hat man anerkannt
Allein ihr Palast ist abgebrannt
Ein Gnom auf seinem Schimmel
Reitet in Strömen von Rosenblut
Unter ihm ein rasend Gewimmel
Über ihm ein feuerspeiender Himmel
Im Granatapfelhaus der Hofnarr tanzt
Eine ausgelassene Runde zecht
Ein unschuldiges junges Herz zerbricht
Denn es wurde dem Gnom nicht gerecht
Durchzaust ihrer Mähne Gelock
Ihre Leiden hat man anerkannt
Allein ihr Palast ist abgebrannt
Ein Gnom auf seinem Schimmel
Reitet in Strömen von Rosenblut
Unter ihm ein rasend Gewimmel
Über ihm ein feuerspeiender Himmel
Im Granatapfelhaus der Hofnarr tanzt
Eine ausgelassene Runde zecht
Ein unschuldiges junges Herz zerbricht
Denn es wurde dem Gnom nicht gerecht
Auf dem Balkon
Gegenüber sitzt ein alter Mann mit einem lauernden Vogelgesicht.
Er flucht.
Von weit her dringt Gebetsgemurmel an mein Ohr.
Wolken hängen schwer vom bleigrauen Himmel.
Scharlachrote Regentropfen klatschen auf den heißen Asphalt.
Beißender kalter Wind kommt auf – die Sicht klart.
Rote Glasscherben sausen durch die Luft.
Ein letzter Planet kreiselt wie ein Stecknadelkopf am Himmel.
Krähen im Aufwind.
Die Sonne schickt sich an endlich zu explodieren.
Auch Sterne sterben.
Ich sitze auf einem alten Bürostuhl und lach mich schief.
Er flucht.
Von weit her dringt Gebetsgemurmel an mein Ohr.
Wolken hängen schwer vom bleigrauen Himmel.
Scharlachrote Regentropfen klatschen auf den heißen Asphalt.
Beißender kalter Wind kommt auf – die Sicht klart.
Rote Glasscherben sausen durch die Luft.
Ein letzter Planet kreiselt wie ein Stecknadelkopf am Himmel.
Krähen im Aufwind.
Die Sonne schickt sich an endlich zu explodieren.
Auch Sterne sterben.
Ich sitze auf einem alten Bürostuhl und lach mich schief.
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