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Samstag, 28. September 2013

Iggitt! Iggitt! Deutschland!


Bei spontan veranstalteten Wahlfeierlichkeiten kann so ein Fauxpas schon mal vorkommen. Mit einem türkischen oder gar saudi-arabischen Fähnlein wäre das allerdings niemals passiert. Stattdessen wäre vermutlich ein freudig erregtes Lächeln über Frau Merkels Gesicht gehuscht.

Oder dachte Frau Merkel in dem Moment, das ist der Wimpel in den Herr Augstein seinerzeit hinein gerotzt hat. Das würde die verheerende Symbolik ihrer Handlung allerdings wieder entschuldigen. Wer mag schon alte verklebte Rotze, noch dazu von Augstein?

Wie dem auch sei. In jedem anderen Land dieser Erde wäre so eine herablassende Haltung gegenüber der eigenen Flagge von Repräsentanten des Staates, auch wenn es nur ein Wimpel ist, schlichtweg undenkbar.

http://www.pi-news.net/2013/09/video-merkel-angewidert-von-deutschlandfahne/

Mittwoch, 22. Mai 2013

Das Attentat auf Anwar as-Sadat














Am 6. Oktober 1981 wurde der ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat während einer Militärparade erschossen. Zuvor hatten die Attentäter bei einer religiösen Autorität Rat eingeholt. Die Auskunft, die  ihnen der blinde Scheich Omar Abd El-Rahman erteilte, war allerdings eindeutig zweideutig. Zwar bejahte er die allgemein gestellte Frage, ob es rechtens sei, einen gottvergessenen Führer umzubringen – ob Sadat zu dieser Kategorie gehörte, ließ er jedoch offen.

Die Bewunderung, die Sadat in Europa und Amerika genoss, wurde von seinen Landsleuten nicht geteilt. Von den epochalen Entscheidungen, die ihn im Ausland als weitblickenden Staatsmann auswiesen, sahen sie oft nur die Schattenseiten. Die Vertreibung der sowjetischen Berater und die Öffnung zum Westen hatten an der wirtschaftlichen Misere wenig geändert.
Der Friede mit Israel hatte Ägypten in der arabischen Welt isoliert. Überdies schien es, als habe Menachem Begin seinen Vertragspartner hereingelegt. Zwar ging der Abzug der israelischen Truppen aus der Sinai-Halbinsel programmgemäß vonstatten. Aber der zweite Teil des Abkommens von Camp David, das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser, blieb unausgeführt.