Als das Refugee-Protest-Camp am Oranienplatz in Kreuzberg
noch in den Kinderschuhen steckte, gehörte ich, wie viele andere, zu den
Supporter_innen, die teils in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv waren oder
auch einfach nur hin und wieder eine Schicht im Infozelt übernahmen. Ich
verbrachte viel Zeit dort, eigentlich jede freie Minute. Schon von Anfang an
waren wir Supporterinnen* vielen Anmachen, Sprüchen, Annäherungen und
Berührungen von männlichen Refugees/ Supportern ausgesetzt. Ich persönlich habe
mir Anfangs nicht so viel daraus gemacht, da ich nie ein Mensch mit
Berührungsängsten war.