Montag, 13. Februar 2012

Ewigkeiten

Blausanfte Sonnen
Wohlige Wonnen
Tiefe Meere spenden Leben
Auftauchen gilt als Bestreben.

Haarlocken in seidenen Bildern
Glückliche Seelen welken nie
Leben in diaphanen Welten
Endlichkeiten wenig gelten.

Am Nachthimmel: Sterne zuhauf
Aufgewölbt zu gewaltigen Türmen
Über uns eine eisige Kathedrale
Leben in einer göttlichen Schale.





Samstag, 11. Februar 2012

Gute Nacht deutsche Sprache

Der Begriff "Schwarzfahren" erfüllt für den Linken-Stadtrat Orhan Akman offensichtlich den Tatbestand des Rassismus. Diese Art der Diskriminierung hat der Münchner Stadtrat Akman jetzt zum Gegenstand für seinen StR-Antrag gemacht. Und darin fordert er unter anderem: Die Münchner Verkehrsgesellschaft soll dem Stadtrat darstellen, wie sie das Wort „Schwarzfahrer“ in den U-Bahnen, Trambahnen und Bussen „durch einen anderen Begriff, der nicht-rassistisch ist, ersetzen kann“.

Seine Begründung lautet: Diese umgangssprachliche Bezeichnung für Menschen, die kein Ticket haben, sei einfach nur rassistisch, „da sie die Hautfarbe bestimmter Menschen in einen negativen Kontext stellt“.

Dazu Christiane Wanzeck, Linguistin an der Ludwig-Maximilians-Universität: „Das ist jemand, der keinen Sprachverstand hat!“ Mit der Hautfarbe habe der Begriff Schwarzarbeiter rein gar nichts zu tun. So wie ein blinder Passagier nichts mit Blinden zu tun habe. Vielmehr stehe „schwarz“ in dem Fall für illegal. Für etwas, das im Dunkeln, im Verborgenen passiert. Schon vor Jahrhunderten seien solche Kombinationen aus Farbadjektiven und Hauptwörtern weit verbreitet gewesen. Dass „Schwarzfahrer“ ein rassistischer Ausdruck sein soll, hält sie für „sprachlich null haltbar und an den Haaren herbeigezogen“.

Fazit:

Man kann nur hoffen, dass dieser Herr nicht auch noch auf die Idee kommt die Flagge der Bundesrepublik Deutschland als rassistisch zu deklarieren (Schwarz, Rot, Gold). Vielleicht wäre ihm ja eine rote Fahne lieber. Für den Schwarzwald sehe ich dann allerdings auch schwarz.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.diskriminierung-ist-schwarzfahren-rassistisch.aec794c2-fc1e-442f-bae1-d98461ccfe89.html


Samstag, 4. Februar 2012

Virtuelle Session

Gestern hat ein You-Tuber - Videokünstler/Musiker - sein Name ist "Wordshell Realitiy" per Mail um Erlaubnis gebeten, ob er ein von mir hochgeladenes Video (A Whiter Shade Of Pale) bearbeiten darf. Ich habe zugestimmt, wusste aber gar nicht so recht, was er eigentlich vorhat.

Bei Timeline 0:35 geht es richtig los. Er spielt dazu Orgel und hat bewegte Bilder hinzugefügt. Alles virtuell. Einfach toll gemacht, wie ich finde. Mir gefällt es sehr gut. Der Typ scheint Musik auch zu lieben.

Und hier ist das Resultat dieser interaktiven oder besser gesagt virtuellen Session:


Mittwoch, 1. Februar 2012

Das Nebelhorn

Die eiserne Lady von Germany
träumt jede Nacht von Sanssouci.
Dort tafelt sie mit dem altem Fritz
und hofft auf einen Geistesblitz.

Die Tafel die ist reich verziert
Frau Merkel babbelt amüsiert.
Doch Fritzchen mag halt keine Frauen,
will lieber nach den Hunden schauen.

Doch Merkel schützt die Etikette
hier an dieser geweihten Stätte.
Das weiß Frau Merkel nur zu gut
und steigert somit Fritzchen’ Wut.

Es spukt im Schloss, das weiß der Fritz,
so erhebt er sich von seinem Sitz:
Verschwinde Geist, lass mich in Ruh,
wir spielen hier nicht Blindekuh.

Frau Merkel jedoch unberührt,
die nächste Flasche Wein probiert.
Auch Fritzchen schenkt sie noch mal ein
und stubst galant sein linkes Bein.

Der alte Fritz in Wallung gerät,
er schreit nach großem Kriegsgerät.
Und Fritzchen lädt nun die Kanone
Merkel schert das nicht die Bohne.

Sie erzählt von ihrem jüngsten Projekt
Fritz bekommt einen großen Schreck.
Von Schulden will er gar nichts hören,
so kann sie ihn nicht betören.

Die Dame muss weg, soviel ist klar,
diese Frau, ist mehr als sonderbar.
So schreit er lauthals nach der Wache:
Hinweg mit dieser Endursache.

Er ruft nach seinen langen Kerls,
sein Rufen donnert durch den Saal.
Doch Angela nur selig lächelt,
sie mag es, wenn ihr Fritzchen sächselt.

Die Wache kommt, die Hunde bellen                                                       
Frau Merkel sieht ihren Traum zerschellen.
Da träumt sie einfach noch mal von vorn
und zieht vergnügt am schwarzgelben Nebelhorn.



Montag, 30. Januar 2012

Kastrat

Gestern biss mich eine Ratte in die Eier
Es war auf einer Weihnachtsfeier.
Bin nun nicht mehr zeugungsfähig
Und auch nicht mehr aufbaufähig.

Ein Eunuchendasein muss ich nun fristen
Darum singe jetzt für die Kapitalisten.
Ich parliere ich den höchsten Tönen
Will die Damen damit verwöhnen.

Das Schicksal hat es eben so gewollt
Habe deshalb nie geschmollt.
Will mich auch bedanken bei der Ratte,                                     
Weil sie verschmähte meine Latte.



Samstag, 28. Januar 2012

Januar...

... du eiskalter Geselle.
Du gehst mir ganz schön auf die Pelle.
Bitte tu mir einen Gefallen, 
geh doch einfach wieder dahin zurück 
woher du gekommen bist.

Und bitte nimm deine blöden Eisblumen mit.
Hier braucht die nämlich niemand.

Und grüß den Frühling von mir, auch wenn’s dir schwer fällt.

Danke!

Unter den Linden

Willst du Gedanken in Worte kleiden
Bist du gar nicht zu beneiden
Denn goldene Adern im harten Gestein
Fordern viele Becher Wein.

Dein Herz im Bergwerk willst du finden
Im Höhlengang der Traurigkeit
Bleib lieber oben unter den Linden
Hier bei uns wirst du nichts finden.

Bei uns ist’s dunkel Tag und Nacht
Bei uns wird selten nur gelacht
Allein die goldene Ader ist die Liebe
Sie ist die stärkste Kraft
Die es immer wieder schafft                                                                                      
Selbst einem Eisblock Leben einzuhauchen
Bis dieser dann beginnt in toto auszulaufen.

Der Ozean der Liebe hat keine Grenzen
Gedanken kleiden sich in Interferenzen
Es gilt nur zu finden den magischen Moment
Aber Aufpassen, dass man ihn nicht verpennt!


Freitag, 27. Januar 2012

Seelenblume

Geist, Wille oder Verstand,
wer hat wann die Oberhand.
Im Widerstreit der drei Giganten
der Geist sich trägt mit Fluchtgedanken.

Der Wille zeigt ihm seine Pranken,
der Verstand hält ihn in Schranken.
Der Geist jedoch benötigt Weite,
die Schranken schiebt er gern beiseite.

Ein großer Geist kann Welten bauen,
kann gar Unglaubliches errichten.
Doch trotz all dieser Dimensionen
am Ende siegen Emotionen.

Der Nukleus der reinen Seele
glitzert wie ein Diamant.
Denn unzerstörbar ist die Seele
im Schattenreich der Asphodele.